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Sächsische Landwirtschaft- Alternative zur Werkstatt für Menschen mit Behinderung?

Am 11. Februar fand an der Hochschule in Mittweida das Auftakttreffen Projekt „InnoLAWI-Landwirtschaftliche Unternehmen als Anbieter sozialer Dienstleistungen“ statt.

Das Projekt wird getragen von der operationellen Gruppe mit der Hochschule Mittweida, dem Biogut Wagelwitz und Netzwerk alma e.V., die auf Initiative des Ökoherz e.V. die Projektmittel über EIP agri erfolgreich beantragt hatte. Seit September 2018 arbeitet nun unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Beetz ein interdisziplinäres Team daran, die Neuerungen durch das Bundesteilhabegesetz auf sächsischen Landwirtschaftsbetrieben umzusetzen. Darin sind ganz neu sogenannte „andere Anbieter“ für die Erbringung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vom Gesetzgeber zugelassen. Dadurch bietet sich Menschen mit Behinderung eine Alternative zur Werkstatt. Konkret soll am Beispiel von acht Pilotbetrieben verschiedener Struktur und in verschiedenen Regionen Sachsens die Machbarkeit des Konzepts der „anderen Anbieter im ländlichen Raum“ erprobt werden. Die Betriebe werden über die Entwicklung einer sozialen Dienstleistung informiert, intensiv beraten und in der Konzeption und dem Aufbau eines Teilhabeangebots unterstützt und begleitet. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Kooperation und langfristiger Zusammenarbeit mit sozialen Trägern vor Ort.


Für die Landwirtschaft bietet sich die Chance zur Einkommensdiversifizierung, die Erschließung von Arbeitskräftepotential sowie die Belebung ihrer Region.


Das Projektteam Team aus Mittweida wird vom Sozialteam Bayern/Sachsen, dem Netzwerk alma aus Niedersachsen und der Xit GmbH aus Bayern unterstützt. Gemeinsam werden Betriebskonzepte entwickelt, Kooperationen unterstützt und mit Kostenträgern verhandelt. Geplant ist in der dreijährigen Projektlaufzeit unter anderem die Etablierung von Qualifizierungsbausteinen für Menschen mit Behinderung und eine Weiterbildung für die MitarbeiterInnen der Landwirtschaftsbetriebe. Parallel wird ein standardisierbares Qualitätssicherungssystem entwickelt, um ein professionelles Angebot sicherzustellen.


Heike Delling, vom Projektteam Mittweida freut sich über das zahlreiche Interesse der Landwirtschaftsbetriebe: „Wir haben bis dato 17 Betriebe in unterschiedlichen Regionen und mit verschiedenen Betriebsgrößen und Produktionsschwerpunkten besucht. Wichtig für die Auswahl unserer Pilotbetriebe ist ein möglichst breites Spektrum an verschiedenen Modellsituationen, um vielfältige Betriebskonzepte für die unterschiedlichsten Ausgangssituationen zu kreieren“. Bei dem Auftaktreffen steht nun ein Kennenlernen der interessierten Betriebe und aller beteiligten Projektpartner an. In einem Workshop werden einzelbetriebliche Fragen, betriebswirtschaftliche Besonderheiten und weitere Schritte auf dem Weg zum Pilotbetrieb gemeinsam bearbeitet, um eine gute Entscheidungsgrundlage zur weiteren Zusammenarbeit zu schaffen.


Nach der Auftaktveranstaltung beginnt die Betriebsanalyse der einzelnen Pilotbetriebe zur Entwicklung des neuen Betriebszweiges „anderer Leistungsanbieter“.


Dokumente zum Download:
Präsentation InnoLAWI
Zeitungsartikel: Felder statt Werkstatt - Freie Presse Mittweida