{"id":227,"date":"2025-06-01T10:10:36","date_gmt":"2025-06-01T08:10:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/?page_id=227"},"modified":"2025-06-01T14:38:00","modified_gmt":"2025-06-01T12:38:00","slug":"inklusionschancen-im-laendlichen-raum-landwirtinnen-als-anbieterinnen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/index.php\/inklusionschancen-im-laendlichen-raum-landwirtinnen-als-anbieterinnen\/","title":{"rendered":"Inklusionschancen im l\u00e4ndlichen Raum \u2013 Landwirt*innen als Anbieter*innen"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inklusionschancen im l\u00e4ndlichen Raum \u2013 Landwirt*innen als Anbieter*innen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-contrast-3-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-dd1ea7c49728cb3218676cc05caec4a7\">Modelle nach \u00a760 BTHG und Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten<\/p>\n\n\n\n<p>Nachfolgend erfahren Sie in allen Details, auf welcher rechtlichen Grundlage die Sozialgenossenschaft alma eG arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Andere Leistungsanbieter als Inklusionschance<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit der Verabschiedung eines neuen Bundesteilhabegesetzes wurden erstmalig sogenannte \u201eandere oder alternative Anbieter\u201c f\u00fcr die Erbringung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vom Gesetzgeber zugelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit k\u00f6nnen erstmals die Weichen gestellt werden, Betreuungs- beziehungsweise Inklusionsleistungen durch landwirtschaftliche Betriebe mit einer standardisierbaren Finanzierung anzubieten. Eine vergleichbare Entwicklung hatte in der Vergangenheit in den europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern zu einer deutlichen Zunahme an Einsteiger*innen in den sozialen Bereich und zur breiteren Etablierung von Angeboten der sozialen Landwirtschaft gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig birgt eine neue Angebotsform auch das Risiko, dass durch Kostendruck und Konkurrenz zu Lasten der Qualit\u00e4t gespart wird. Dem gilt es mit angemessenen Qualit\u00e4tsstandards entgegen zu wirken.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Andere Anbieter \u2013 was hei\u00dft das?<\/h4>\n\n\n\n<p>Menschen mit Behinderung haben u.a. Anspruch auf \u201eLeistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben\u201c. Die Ausgestaltung dieser Leistungen h\u00e4ngt ab vom pers\u00f6nlichen Bedarf, dem Anbieter und weiteren Faktoren ab. Erg\u00e4nzend zum bisherigen Portfolio sollen nun f\u00fcr Menschen mit einer sog. \u201evollen Erwerbsminderung\u201c auch \u201ealternative Leistungsanbieter\u201c zugelassen werden. Die Zulassungsvoraussetzungen f\u00fcr andere Anbieter weichen in folgenden Punkten von denen der bisherigen Hauptanbietern WfbM ab: (\u00a760)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kein Mindestplatzgebot<\/li>\n\n\n\n<li>Keine f\u00f6rmliche Anerkennung<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Aufnahmeverpflichtung<\/li>\n\n\n\n<li>\u00c4nderungen beim Qualifizierungsnachweis<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Angebotsform \u201eAndere Leistungsanbieter\u201c ist nicht speziell auf soziale Angebote in der Landwirtschaft zugeschnitten, sie umfasst s\u00e4mtliche Branchen. Landwirtschaftliche Betriebe verf\u00fcgen aber h\u00e4ufig \u00fcber ein besonderes Potential, das Teilhabeangebote sinnvoll und attraktiv macht. Die obigen \u00c4nderungen bedeuten deutliche Verbesserungen der (Start- )Bedingungen f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben anbieten bzw. anbieten wollen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Andere Anbieter \u2013 was bringt das?<\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Chancen f\u00fcr Leistungsnehmer*innen<\/h5>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Menschen mit Behinderung bringt diese Neuerung einige Vorteile : Durch die auf diesem Weg machbare Erweiterung der Angebotspalette steigen die Chancen wohnortnah eine Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeit zu finden. Im Sinne eines umfassenderen Wunsch- und Wahlrechts k\u00f6nnen vielf\u00e4ltigere Berufs- bzw. Besch\u00e4ftigungsw\u00fcnsche realisiert werden. Das verf\u00fcgbare Budget f\u00fcr Betreuungsbedarf erm\u00f6glicht individuell notwendige Unterst\u00fctzungsleistungen auch in einem betrieblichen Umfeld anzubieten. So k\u00f6nnen auch Menschen mit langfristigem und h\u00f6herem Unterst\u00fctzungsbedarf inklusive Besch\u00e4ftigungsangebote wahrnehmen. Die Wahlm\u00f6glichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben verbessern sich.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Chancen f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe als neue Anbieter<\/h5>\n\n\n\n<p>Viele landwirtschaftliche Betriebe sind offen f\u00fcr Perspektiven erg\u00e4nzend zur klassischen Nahrungsmittelproduktion. Wenn Betriebe ihre besonderen Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Menschen mit Unterst\u00fctzungsbedarf \u00f6ffnen und diese speziell auf deren Erfordernisse anpassen und angemessene Begleitung anbieten, kann der dadurch entstehende zus\u00e4tzliche Aufwand im Modell \u201eanderen Anbieter\u201c als Dienstleistung geltend gemacht und realistisch verg\u00fctet werden. Um die fachliche Qualit\u00e4t der Teilhabeangebote zu sichern m\u00fcssen bestimmte Anforderungen erf\u00fcllt werden. Die Verg\u00fctung f\u00fcr Leistungsanbieter erm\u00f6glicht an dieser Stelle aber auch personelle Ressourcen f\u00fcr Unterst\u00fctzung und Betreuung innerhalb des Betriebes frei zu stellen und\/oder diese Anforderungen durch Kooperationspartner ab zu decken. Diejenigen Betriebe, die das Interesse, die Bereitschaft und die Kompetenz mitbringen, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten, k\u00f6nnen als \u201eandere Leistungsanbieter\u201c dieses Engagement zu einem wirtschaftlich tragf\u00e4higen Betriebszweig ausbauen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Chancen f\u00fcr erfahrene Anbieter<\/h5>\n\n\n\n<p>Einrichtungen oder Tr\u00e4ger, die bereits vor der \u00c4nderung des BTHG Teilhabeleistungen f\u00fcr Menschen mit Behinderung angeboten haben, k\u00f6nnen die neue Angebotsform aufgreifen. Um das besondere, inklusive Potential betriebsnaher Besch\u00e4ftigung zu erschlie\u00dfen gilt es die Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten zu flexibilisieren und mit betrieblichen Partnern zusammen Angebote zu gestalten. In Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben k\u00f6nnen soziale Partner*innen ihre Erfahrung und Kompetenz in Anleitung, Unterst\u00fctzung und Gestaltung von Arbeitsprozessen in Leistungsmodulen mit einbringen und ihr Profil dahingehend als Coaches und Mentor*innen erweitern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Idee: Mehrere Partner*innen \u2013 einheitlicher Standard<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt der Gestaltung von Angeboten zur Teilhabe am Arbeitsleben steht derjenige Mensch, der sie in Anspruch nimmt. F\u00fcr dessen Bed\u00fcrfnisse und soweit m\u00f6glich auch dessen beruflichen W\u00fcnsche gilt es L\u00f6sungen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gutes Angebot im Projektsinne vereint<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>angepasste Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten im Arbeitsfeld Landwirtschaft<\/li>\n\n\n\n<li>betriebliches Umfeld<\/li>\n\n\n\n<li>fachliche Begleitung<\/li>\n\n\n\n<li>Qualit\u00e4tsanforderungen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Um hier eine verl\u00e4ssliche Qualit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten verpflichten sich die Anbieter*innen im Projekt differenzierten Qualit\u00e4tskriterien. Diese umfassen Anforderungen in den Bereichen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fachliche Begleitung, zum Beispiel zu Verf\u00fcgbarkeit von Reha-Kompetenz<\/li>\n\n\n\n<li>Konzeption, zum Beispiel zur Entwicklung eines Leitbildes<\/li>\n\n\n\n<li>Transparenz , zum Beispiel zur Ver\u00f6ffentlichung der Angebotsstruktur<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeitsschutz, zum Beispiel zum Umgang mit Gefahrstoffen<\/li>\n\n\n\n<li>Recht, zum Beispiel zu klaren vertraglichen Regelungen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Zertifizierte Qualit\u00e4ts\u2013Standards zu\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Fachlicher Begleitung<\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verf\u00fcgbarkeit von Kompetenz f\u00fcr Reha-Arbeit (SPZ, FAB) \u2013 intern (eigene Ausbildung) oder durch Partner ( abrufbare Fachkraft)<\/li>\n\n\n\n<li>Starter-Schulung f\u00fcr alle Einsteiger*innen<\/li>\n\n\n\n<li>Reflexion der eigenen Arbeit in Supervision und kollegialem Austausch<\/li>\n\n\n\n<li>Verpflichtung zur regelm\u00e4\u00dfigen Weiterbildung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Arbeitsschutz<\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Einhaltung der Standards der Berufsgenossenschaften<\/li>\n\n\n\n<li>klare Vereinbarung der Zust\u00e4ndigkeiten unter den Partnern<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;zu Arbeitszeiten, Wochenendzuschl\u00e4gen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Standards sind im Projektrahmen bundesweit einheitlich und werden der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Der Katalog wird derzeit mit mehreren erfahrenen Partner*innen zusammengestellt und \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Kooperation<\/h5>\n\n\n\n<p>Zur Erf\u00fcllung der erforderlichen Kriterien schlie\u00dfen sich vor Ort in der Region mindestens zwei Partner*innen zusammen. Dabei \u00fcbernehmen beide gem\u00e4\u00df eines verbindlichen, individuellen Vertrags bestimmte Leistungspakete aus einem umfassenden Modulkatalog und erhalten daf\u00fcr die entsprechende Verg\u00fctung. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Kooperationen kann unterschiedlich sein und richtet sich nach dem Bedarf der Teilnehmer*innen und den vorliegenden Kompetenzen und Ressourcen auf dem einzelnen Betrieb. Die Kernelemente Besch\u00e4ftigung und Anleitung \u00fcbernimmt dabei in aller Regel der Betrieb. Viele Module wie \u201eBerufliche Bildung\u201c oder \u201eEntwicklungsbegleitung\u201c k\u00f6nnen je nach Qualifikation betriebsintern oder \u00fcber den regionalen Partner abgedeckt werden. Das Angebot \u201eVerl\u00e4ssliche Ansprechpartner*innen f\u00fcr Konflikte oder Probleme\u201c ist dagegen zum Schutz der Besch\u00e4ftigten zwingend extern zu besetzen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Modelle der Kooperation<\/h5>\n\n\n\n<p>Neben dem landwirtschaftlichen Betrieb auf der einen Seite sind auf der anderen Seite verschiedene Partner denkbar. Einerseits soziale Einrichtungen oder Dienstleister,die auch an anderen Stellen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben anbieten (z.B. als WfbM) und mit ihrem ausgebildeten Team bestimmte Dienstleistungen auf dem Betrieb \u00fcbernehmen. Dies ist m\u00f6glich f\u00fcr einen Betrieb allein oder auch f\u00fcr mehrere Betriebe im Einzugsbereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits kann die erforderliche Fachkraft auch speziell eingestellt werden, um die ben\u00f6tigten Dienstleistungen auf mehreren Betrieben bereit zu stellen. Die Rolle als Koordination und Arbeitgeber*in k\u00f6nnen in dem Fall verschiedene Tr\u00e4ger \u00fcbernehmen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Elterngruppen oder Tr\u00e4gervereinen<\/li>\n\n\n\n<li>Kammern, Anbau- oder Bauernverb\u00e4nde<\/li>\n\n\n\n<li>ein landwirtschaftlicher Betrieb oder ein Zusammenschluss mehrerer Betriebe<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Auch Kommunen, Regionalentwicklung oder Ministerien k\u00f6nnen \u00fcber das innovative Potential sozialer Landwirtschaft f\u00fcr die Branche und\/oder eine Region als Partner*in gewonnen werden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Kooperationsmodell:<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"836\" height=\"470\" src=\"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-228\" srcset=\"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik.png 836w, https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-300x169.png 300w, https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-768x432.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 836px) 100vw, 836px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die oben genannte Rollensplittung sieht vor, dass in den grundlegenden und alltagsrelevanten Kompetenzen f\u00fcr Leistungen der Eingliederungshilfe die Landwirt*innen durch verschiedene Angebote selbst ausgebildet sind oder werden und diese vor Ort abgedeckt werden. F\u00fcr dar\u00fcber hinaus gehende Bedarfe der Einsatzstellen und Erfordernisse nach dem Gesetz soll \u00fcber eine regional-zentrale Stelle, einen Netzwerkknotenpunkt, personelle Ressourcen und Kompetenzen vorgehalten und bereitgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch diese Aufteilung k\u00f6nnen die H\u00fcrden f\u00fcr einsteigende Betriebe m\u00f6glichst niedrig gehalten werden und gleichzeitig die gesetzlich und sachlich erforderliche Fachlichkeit gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"528\" height=\"397\" src=\"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-229\" style=\"width:620px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-1.png 528w, https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-1-300x226.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"528\" height=\"397\" src=\"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-230\" style=\"width:620px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-2.png 528w, https:\/\/www.netzwerk-alma.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/grafik-2-300x226.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Andere Anbieter*innen \u2013 wie geht das?<\/h4>\n\n\n\n<p>Von der Idee bis zum Start des Teilhabeangebots k\u00f6nnen beispielsweise folgende Schritte liegen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Netzwerk- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit<\/strong>: Die Vorstellung der Projektidee kann selbstverst\u00e4ndlich begleitend die ganze Zeit \u00fcber erfolgen. Mit dem Start k\u00f6nnen die Teilhabe-Angebote auch explizit beworben werden und auf Wunsch neue Partnerbetriebe dazu sto\u00dfen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Infoveranstaltung<\/strong>: Auf Initiative erster Aktiver, unabh\u00e4ngig ob aus der Gruppe der potentiellen Teilnehmer*innen, interessierter Landwirt*innen oder von Tr\u00e4gerorganisationen wird zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die M\u00f6glichkeiten des Modells werden vorgestellt, Fragen beantwortet und Bed\u00fcrfnisse bzw. Interesse abgefragt<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Treffen der Interessierten<\/strong>: In einem n\u00e4chsten Termin verabreden sich potentielle Partner*innen zum weiteren Austausch, Kl\u00e4rung von Kooperationsbedingungen und \u2013 m\u00f6glichkeiten etc. und vereinbaren die n\u00e4chsten Schritte zur<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entwicklung des individuellen Kooperationsmodells<\/strong>: Hier wird verbindlich gekl\u00e4rt, wer von den Partner*innen welche Module mit welchem Aufwand und fachlicher Eignung abdecken wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gespr\u00e4ch mit dem Kostentr\u00e4ger<\/strong>: Sollte der zust\u00e4ndige Kostentr\u00e4ger bisher nicht Teil der Projektgruppe gewesen sein, ist sp\u00e4testens jetzt der richtige Zeitpunkt f\u00fcr ein vorstellendes Gespr\u00e4ch: Andere Anbieter bed\u00fcrfen keiner \u201ef\u00f6rmlichen Anerkennung\u201c, wohl aber einer Registrierung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vertragsabschl\u00fcsse\/Start der Teilhabengebote<\/strong>: Sobald interessierte Teilnehmer*innen beginnen wollen, k\u00f6nnen nun die ersten Vertr\u00e4ge abgeschlossen werden. Dabei schlie\u00dfen sowohl die Partner*innen untereinander Kooperationsvertr\u00e4ge als auch der Kostentr\u00e4ger mit der Projektgruppe. Die Einzelheiten der Entgelte werden an dieser Stelle offen verhandelt, so dass es wichtig ist plausible Unterlagen \u00fcber Aufwand und Qualit\u00e4t der Angebote beizutragen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung durch Netzwerk alma<\/h4>\n\n\n\n<p>Damit Betriebe in den Bereich sozialer Dienstleistungen einsteigen k\u00f6nnen, brauchen sie einerseits die aufbereiteten Informationen und andererseits konkrete Unterst\u00fctzung. Der Verein Netzwerk alma: arbeitsfeld landwirtschaft mit allen \u2013 f\u00fcr Menschen mit und ohne Behinderung will diese Entwicklung f\u00f6rdern und bietet daher an folgenden Stellen Unterst\u00fctzung an:<\/p>\n\n\n\n<p>Infoveranstaltungen<\/p>\n\n\n\n<p>In Eigeninitiative oder auf Wunsch von Interessierten vor Ort planen wir Infoveranstaltungen und \u00fcbernehmen bei Bedarf Vorstellung der Idee und stehen f\u00fcr Fragen zur Verf\u00fcgung.<br><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Qualit\u00e4tsstandards und Modulkatalog<\/h5>\n\n\n\n<p>Zur Unterst\u00fctzung in der Entwicklung des jeweiligen Kooperationsmodells stellen wir einen Modulkatalog mit unterteilten Arbeitspaketen und die entsprechenden Qualit\u00e4tsstandards zur Verf\u00fcgung. Dies erleichtert die klare Aufgabenverteilung der einzelnen Module sowie deren Gewichtung. An einzelnen Modellstandorten k\u00f6nnen wir auch moderierend den Prozess der Entwicklung begleiten.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Kontakt mit dem Kostentr\u00e4ger<\/h5>\n\n\n\n<p>In der Vorbereitung f\u00fcr die Gespr\u00e4che mit Kostentr\u00e4gern k\u00f6nnen wir standardisierte Vorlagen zu geforderten p\u00e4dagogischen bzw. Teilhabe- Konzepte zur Verf\u00fcgung stellen, in welchen die gemeinsamen Eckpunkte der Projektidee \u201eTeilhabe im Arbeitsfeld Landwirtschaft\u201c sowie die qualitativen Anspr\u00fcche benannt sind. Dies kann als Vorlage und fundierte Argumentationshilfe genutzt werden. Die Basisversion ist dabei in klar voneinander abgegrenzte Module ausdifferenzierbar, um eine individuelle Anpassbarkeit zu gew\u00e4hrleisten. Zus\u00e4tzliche Angebote k\u00f6nnen als Optionskatalog gef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur weiteren Erleichterung im Registrierungsverfahren kann eine Handreichung zusammengestellt werden, welche wichtige Schritte, Ansprechpartner und praxisbezogene Tipps und Checklisten etc. versammelt. F\u00fcr die Anforderungen an Dokumentation und Qualit\u00e4tssicherung kann sich eine Vorbereitung und Erstellung von Formularen zur Arbeitserleichterung je nach Charakter der Anforderung in digitaler Form, als Vorlage oder als Muster zum Ausdrucken am besten eignen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Unterst\u00fctzung der Initiativen ist es auf Wunsch der Beteiligten auch denkbar, dass die Vertragsverhandlungen mit den Kostentr\u00e4gern durch Moderator*innen vom Netzwerk begleitet und unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Weiterbildungspakete Landwirt*innen<\/h5>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die vor Ort aktiven Landwirt*innen stellen wir verschiedene Weiterbildungspakete in praxisrelevanten Fragen der Teilhabe am Arbeitsleben f\u00fcr Menschen mit Behinderung zusammen. Orientiert an bestehenden Kompetenzen und dem vorliegenden Bedarf sind das zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Workshop f\u00fcr Einsteiger*innen<\/li>\n\n\n\n<li>Fortbildungstage zu Einzelthemen<\/li>\n\n\n\n<li>Einf\u00fchrung in Strukturen und Formen kollegialer Beratung<\/li>\n\n\n\n<li>Vermittlung zu Weiterbildung auf Hochschulniveau<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Einarbeitungswerkzeuge<\/h5>\n\n\n\n<p>Hinweise, Methoden und Handwerkszeug zur Einarbeitung und Qualifizierung der behinderten Mitarbeiter*innen werden einerseits in den obengenannten Workshops vermittelt und dar\u00fcber hinaus stellt das Netzwerk von den Kammern anerkannte Qualifizierungsbausteine zur Verf\u00fcgung. Diese decken jeweils Teilbereich wie z.B. \u201eMithilfe beim Melken\u201c oder \u201ePikieren\u201c ab. Die Unterlagen umfassen dabei sowohl Formulare etc. zur Anerkennung, Materialien zur Dokumentation als auch Unterweisungshilfen wie Anleitungen in leichter Sprache und mit Bildern.<br><br>Je nach eigener Kompetenz kann einstiegswilligen Betrieben eine qualifizierte Arbeitsplatzanalyse angeboten werden, um geeignete Arbeitsfelder zu erschlie\u00dfen und ggf. notwendige Anpassungen zu erheben. Diese kann im optimalen Fall durch die Fachkraft vor Ort \u00fcbernommen werden oder wird durch externes Personal abgedeckt.<br><br>Als Begleitung in der Einstiegsphase hat sich das Instrument des Job Coaching sehr bew\u00e4hrt. Jobcoaches kommen auf den Betrieb, arbeiten mit und trainieren die erforderlichen Arbeitsschritte vor Ort. Au\u00dferdem unterst\u00fctzen sie in der Kommunikation und k\u00f6nnen die Kolleg*innen vor Ort beraten. Die H\u00e4ufigkeit richtet sich nach dem Bedarf und nimmt in aller Regel nach den ersten Wochen stetig ab. Netzwerk alma kann hier professionelle, branchenkundige Jobcoaches vermitteln, sofern sie erg\u00e4nzend zur Fachkraft vor Ort ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit der Zulassung von \u201eanderen Anbietern\u201c ergeben sich neue Chancen attraktive, solide finanzierte Teilhabeangebote auf landwirtschaftlichen Betrieben zu er\u00f6ffnen oder auszubauen. Um das f\u00fcr beide Seiten in guter Qualit\u00e4t zu erschlie\u00dfen braucht es einerseits regionale Partnerschaften, andererseits ein Gesamtkonzept f\u00fcr Qualit\u00e4tskriterien und \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Diese zu entwickeln sowie regionale Netzwerke anzusto\u00dfen und zu begleiten sind Projektbereiche beim Netzwerk alma: arbeitsfeld landwirtschaft mit allen \u2013 f\u00fcr Menschen mit und ohne Behinderung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inklusionschancen im l\u00e4ndlichen Raum \u2013 Landwirt*innen als Anbieter*innen Modelle nach \u00a760 BTHG und Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten Nachfolgend erfahren Sie in allen Details, auf welcher rechtlichen Grundlage die Sozialgenossenschaft alma eG arbeitet. 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